Der Blog für clevere Bauunternehmer
31.05.2018

Ausflug in den Optikeralltag

Etwa alle zwei Jahre lasse ich mir eine neue Brille für den Alltag anfertigen. Jeder Brillenträger kennt die Misere, eine neue passende Brille zu finden. Da sitzt man schon mal etwas länger und probiert die unterschiedlichsten Modelle. Und wie das so ist, man kommt ins Gespräch von der Brille, über die Sonnenbrille, zum Urlaub und …richtig… zur Arbeit. Schon waren wir beim Kalkulieren. Und ich fragte meinen Optiker, wie er denn kalkuliert.
DerKalkulierer mit neuer Brille
Die Kalkulationsverfahren in der Baubranche sind mir ja geläufig:
Aber was mein Optiker über seine Kalkulation erzählt hat, hat mich dann doch etwas überrascht und ich habe es mir mal genau erklären lassen.

Wie deckt ein Optiker seine Kosten?

Mein Optiker erzählte mir Folgendes: Optiker kaufen Brillen und Gläser ein. Die Hersteller bzw. die Markenfirmen geben einen empfohlenen Verkaufspreis vor. Die Spanne zwischen Einkaufspreis und Verkaufspreis bleibt dem Optiker. Mit diesem Umsatz müssen die Gemeinkosten gedeckt und ebenso Gewinn erwirtschaftet werden.
Sollte der Optiker sich nicht an Verkaufspreise halten und den vorgegebenen Verkaufspreis unterschreiten, kann es unter Umständen Auswirkungen auf seine Geschäftsbeziehung haben.
Freie Hand hat der Optiker, wenn er noch einen Zuschlag auf den Verkaufspreis berechnet. Dies kann dann allerdings dazu führen, dass seine Ware zu teuer wird und dadurch nicht mehr marktgerecht ist.
Bei diesem Beispiel wird die Ermittlung des Preises fast überflüssig, was nicht bedeutet das diese Unternehmen nicht kalkulieren müssen.
Auch hier stellt sich also einzig und allein die Frage: „Wie reduziere ich meine Kosten?“
Ist das auch die Frage, um die sich bei Dir alles dreht? Denn würdest Du Deine Leistungen teurer anbieten, bekäme die Konkurrenz den Auftrag? Dann ist Dein Preis also ein sogenannter Fixpreis. Um in einer solchen Lage gewinnbringend zu kalkulieren, musst Du die Fixpreiskalkulation nutzen. Dabei kalkulierst Du aus den Fixpreisen „rückwärts“, z. B. mit der Kalkulationssoftware „nextbau“, und erhältst die Aussagen zu den Kosten. Du nutzt dabei die Zuschlagsätze und Deinen Kalkulationslohn aus dem betrieblichen Finanzplan.
So kannst Du sehen, ob Du z. B. die Mauer zu dem Fixpreis gewinnbringend anbieten kannst. Wenn die Mauer mehr kosten müsste, um deine Kosten und auch Wagnis und Gewinn zu decken, dann hilft nur noch eins: die Verhandlung der Einkaufspreise Deiner benötigten Materialien.
Dem Optiker geht es genauso. Er kann mit den Herstellerfirmen auch nur über die Einkaufspreise der Brillen und Gläser verhandeln, um seine Marge zwischen Einkaufspreis und Verkaufspreis zu erhöhen.
Bleib neugierig!
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